Inklusion - Lebenshilfe Osnabrück
Inklusion - Lebenshilfe Osnabrück

Was heißt hier Inklusion?

Eine der zentralen Losungen der turbulenten Jahre von 1789 bis 1799 – in die europäische Geschichte als „Französische Revolution" eingegangen – war Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

Am Begriff der Brüderlichkeit unschwer zu erkennen, hatte man allerdings nicht an die Inklusion von Frauen gedacht. Wesentlich geändert hat sich das erst im 20. Jahrhundert. Die Konkretisierung der Menschenrechte für Behinderte sollte noch etwas länger dauern. 2006 bei der UNO-Vollversammlung in New York verabschiedet, trat das „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" (Behindertenrechtskonvention) 2008 in Kraft.

Was bedeutet das konkret?
Menschen mit Behinderung sollen selbstverständlich mit allen anderen leben und sich zugehörig fühlen können. Es geht darum den Zugang zu allen öffentlichen Institutionen und Organisationen der Gesellschaft zu ermöglichen, die der sonstigen Allgemeinheit auch zugänglich sind. Ein wesentlicher Teil ist die Öffnung der allgemeinen Schulen für alle. Im Artikel 3 der Konvention heißt es:

„Die volle und wirksame Teilhabe an der Gesellschaft und Einbeziehung in die Gesellschaft."

„Die Achtung vor der Unterschiedlichkeit von Menschen mit Behinderungen und die Akzeptanz dieser Menschen als Teil der menschlichen Vielfalt und der Menschheit."

Wie ist die Situation?
Der Umbau des Bildungssystems weg vom Förderschulwesen mit seinen Sonderinstitutionen steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen.
Ähnlich zeigt sich die Situation bei den Arbeitsangeboten für behinderte Menschen. Auch hier gibt es hauptsächlich Sondereinrichtungen wie „Beschützende Werkstätten". Der Mangel an geeigneten Arbeitsplätzen auf dem ersten Arbeitsmarkt ist unübersehbar. Deshalb wird es auch in Zukunft noch sinnvoll sein, weiterhin auf die bewährten Angebote zurückgreifen zu können.

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www.inklusion-als-menschenrecht.de